Akupressur heißt zu deutsch: Punktmassage. Sie wird von jedem von uns unwillkürlich angewandt, nämlich wenn es irgendwo schmerzt. Instinktiv greifen wir an die schmerzende Stelle, ob es nun die Schläfe oder ein Punkt an der Lendenwirbelsäule ist. Die Akupressur findet sich in wohl jeder alten Volksmedizin. Da die gedrückten, beklopften oder massierten Punkte oft mit den klassischen Akupunkturpunkten identisch sind, gilt sie als Abkömmling der Akupunktur. Wie bei der Akupunktur auch geht es um das Ausgleichen der beiden Energieströme Yin und Yang. Neben den 12 aus der Akupunktur bekannten Hauptmeridianen gibt es bei der Akupressur noch 20 weitere Meridiane, auf denen blockierte Energiebahnen gelöst werden können.
Bei der Akupressur fühlt man für gewöhnlich zunächst eine Schmerzsteigerung. Das wird aber allgemein als sehr angenehm empfunden und weicht binnen kurzer Zeit einer Schmerzlinderung.
Im allgemeinen sollte die Akupressur nicht von Laien ausgeführt werden, sondern von in der Akupunktur ausgebildeten Therapeuten.
Auch bei der Periostmassage in der Physiotherapie kann die Akupressur mit eingebaut werden.
Indikationen: alle Schmerzzustände
Kontraindikationen: Hautveränderungen am Akupressurpunkt, allgemeiner Erschöpfungszustand, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, zu niedriger Blutdruck, Durchfall
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