Arthrosen entstehen durch angeborene oder erworbene Fehlstellungen und Überbelastungen, aber auch Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen des Gelenkknorpels.
Der Gelenkknorpel hat die Aufgabe, wie ein Stoßdämpfer zwischen den Knochen die Erschütterungen z. B. beim Gehen abzufangen und das Gelenk beweglich zu halten. Im Gegensatz zu allen Muskel- und Knochenzellen wird der Knorpel nicht direkt vom Blut ernährt, sondern aus der Gelenkkapsel heraus von schleimbildenden Zellen. Werden diese Zellen nicht genügend durchblutet, wird nicht die richtige Gelenkschmiere in der richtigen Menge produziert.
Wenn die Knorpelschicht aufgerauht und geschädigt ist, kann der Gelenkknorpel Stöße, die bei Sport und anderen Bewegungen auftreten nicht mehr ausreichend abfedern. Es kommt zu einem beschleunigten Knorpel- und Knochenabbau. In der Folge tritt eine entzündliche Reaktion auf, das Gelenk schwillt an und schmerzt (aktivierte Arthrose.)
Die Zytokine Interleukin-1b und der Tumor-Nekrose-Faktor stehen im Mittelpunkt der aktuellen Rheumaforschung. Sie vermitteln die Produktion Knorpel abbauender Enzyme und sind damit hauptverantwortlich für die Gelenkzerstörung. Ein aus der Brennessel isolierter Wirkstoff (13Hydroxyoctadecatriensäure) hemmt beide Stoffe und hat keine Nebenwirkungen. Ist erst der Gelenkknorpel und die oberste harte Schicht des Knochens abgebaut (im Röntgenbild ist dann der Gelenkspalt verschwunden, das Gelenk ist zerstört) und nur noch die Bälkchenstrukturen der Knochen gegeneinander reiben, schmerzt jede Bewegung und die Knochen verschleißen sich sehr schnell.
Wir sollten uns überhaupt bemühen nicht so häufig zu operieren. Ein altes Sprichwort sagt: Heilfasten ist die Operation ohne Messer. Es wirkt ursächlich stoffwechselreinigend, ist völlig ungefährlich und verlangt nur etwas Selbstdisziplin. Es ist merkwürdig, daß sich die meisten Patienten heute lieber operieren lassen, als eine Heilfastenkur durchzuführen. Jede Operation ist eine Verstümmelung des Körpers. Es sind immer Nachwirkungen vorhanden und seien es nur die Narben. Wir sollten die Operation immer als die allerletzte Möglichkeit betrachten.
Zwischen gesundem Gelenk und völliger Gelenkzerstörung gibt es viele Krankheitsstadien. Da können wir mit der Naturheilkunde recht gut helfen. Die Heilmethoden sind dabei anders, als bei der üblichen Medizin. Alles, was zerstört oder entzündet sind muss erst einmal aus dem Körper hinaus. Am Beginn einer Therapie steht deshalb immer eine ausleitende Behandlung entweder örtlich über die Haut und möglichst an der Stelle, wo sich der Schaden befindet oder eine Stoffwechsel - Reinigungsbehandlung des gesamten Körpers z.B. eine Heilfastenbehandlung. Physikalische Therapie unterstützt dies.
Knorpelaufbau: Wir haben Substanzen, die aus tierischem Knorpel gewonnen wurden oder aus pflanzlichen Stoffen, zum Beispiel aus der Beinwellpflanze oder aus dem Mark der Bambusstäbe. Sie werden um das Gelenk herum gespritzt. Mit Hilfe dieser Mittel kann sich der Knorpel regenerieren.
Die Firma Wala in Eckwälden hat eine wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt und gezeigt, daß Substanzen aus tierischem Knorpel, aus Bambus und der Beinwellpflanze, wenn sie bei Degeneration von Bandscheiben eingesetzt werden, den Patienten um 5 Zentimeter vergrößern können. Das Mittel wurde entlang der Wirbelsäule gespritzt. Gute Gelatine aus gewonnen aus Algeneiweiß (z.B.: Agar-Agar oder die neuseeländische Grünlippenmuschel (weil am Rande grün) haben eine große Verwandtschaft mit menschlichen Knorpelsubstanzen. Mit diesem Nahrungszusatz kann bei vielen Patienten eine Rückbildung des Knorpelabbaus und eine Regeneration von Knorpelschäden erreicht werden. Das Knarren der Gelenke läßt nach, ebenfalls die Schmerzen.
Es gibt kein Mittel, weder in der Naturheilkunde noch in der Schulmedizin, das in der Lage wäre, eine ursächliche Behandlung von Gelekprozessen, eine Regeneration innerhalb kürzester Zeit herbeizuführen. So wie ein Gelenk sich langsam zerstört, kann es sich auch nur langsam wieder regenerieren. Wir sollten allen sogenannten Wunderheilungen und Wundermitteln mißtrauen. Es sind meistens chemische Substanzen mit einer vorübergehenden Wirkung. Das Krankheitsgeschehen selbst läuft jedoch ungehindert weiter.
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