Die Entwicklung des Menschen zum Zweibeiner ist aus orthopädischer Sicht eine klare Fehlentscheidung der Evolution. Zwei freie Hände mögen zum Tragen von Speeren oder Öffnen von Raviolidosen zwar nützlich sein, sie werden allerdings bezahlt durch eine massive Mehrbelastung von Wirbelsäule und unteren Extremitäten. Diese Belastung verschärft sich im von Computerarbeitsplätzen und Cocktaillounges geprägten Leben des modernen Großstädters bis zum finalen rien ne va plus : Bandscheibenvorfall etc. Rückentechnisch betrachtet gehören wir also alle zu einer Risikogruppe.
Die Rückenschul-Kurse stellen eine Präventionsmaßnahme dar, in der jeder einzelne sensibilisiert wird für die alltäglichen Angriffe auf die Leistungsfähigkeit der Wirbelsäule. In einem fünfwöchigen Kurs lernen die Teilnehmer, wie man bei alltäglichen Verrichtungen wie Sitzen, Stehen, Bücken, Heben und Tragen durch Korrekturen der gewohnten Bewegungsmuster die Wirbelsäule schonen kann. Zur Stärkung der entsprechenden Muskulatur wird ein Gymnastikprogramm eingeübt, das neben Kräftigungsübungen auch Dehnungen und Mobilisationen umfaßt. Der Kurs wird abgerundet durch die Vorstellung verschiedener Entspannungsmethoden.
Rückenschule wird von vielen Krankenkassen als Präventionsmaßnahme gefördert - erkundigen Sie Sich direkt bei Ihrer Kasse.
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